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Samstag, 9. Juli 2016

In der Aradena Schlucht - στο φαράγγι αράδαινα


 Die Wanderung vom Dorf Aradena bis hinunter ans Lybische Meer ist überwältigend! Wild und urwüchsig ist die Natur, spektakulär die kurze Abseilstelle und die Leitern. Es gibt auch eine Umgehung der Leitern. Meiner Meinung nach ist diese Stelle allerdngs auch nicht unbedingt einfach. Der Weg ist in einen Hang geschlagen, es gibt einen Handlauf, aber auch hier ist Trittsicherheit gefragt.





Blick in die Schlucht, fotografiert mit einer DJI Professional 3




Von Anopoli her kommend kann man den Kalderrini auf der linken Schluchtseite hinuntersteigen. Verrückt, wenn man bedenkt, dass dies vor 1986, also vor dem Bau der Brücke die einzige Verbindung nach Agios Ioannis war.
Wer schon einmal mit dem Auto über diese Brücke gefaren ist,  kennt dieses mulmige Gefühl. Auf dem Foto oben fährt ein Reisecar darüber. 






Blick vom Schluchtgrund hinauf zur Brücke. Immerhin 130 Meter über dem Boden. Hier kann man im Sommer an den Wochenenden auch am Bungee Seil hinunterhüpfen. Also, ich laufe lieber...





Immer wieder gibt es solche Stellen zu überwinden. Dazu braucht es gutes Schuhwerk und oft auch beide Hände. Für Wanderer, die unter Höhenangst leiden, nicht zu empfehlen.





Die Leitern von unten, mir haben also auch ein bisschen die Knie geschlottert.... Sind doch einige Meter über diese Felsbrocken.
Aber es macht total Spass!






Zur Orientierung gibt es Steinmännchen und gemalte Markierungen. Und immer wieder müssen grosse Steinbrocken überwunden werden.


 


Dann, nach einigen Kurven sieht man am Schluchtausgang das lybische Meer, und der Wind ist erfrischend.




Die kleine Taverne erreicht man über die in Fels gehauenen Stufen.



Καλή όρεξη

Mittwoch, 27. November 2013

Archangelos Michael


Die Kreuzkuppelkirche des Erzengels Michael in Aradena. 
Das Dorf Aradena wurde nach der letzten Blutrachefehde Ende der vierziger Jahre so gut wie verlassen. Die Wohnhäuser des Dorfes sind grösstenteils zu Ruinen verkommen.
Die Kirche wird noch instandgehalten. 
Auslöser der Vendetta war eigentlich ein Dummer Junge Streich:
Ein Junge hatte einer Ziege , die einer anderen Dorfsippe gehörte, die Glocke abgenommen. Kurz darauf brachen einige bewaffnete Familienmitglieder zur Sippe des Jungen auf. Dort kam es zu einem Streit, der so weit ausartete, dass man sich gegenseitig umbrachte. Um weiters Blutvergiessen zu vermeiden, zogen beide Sippen aus dem Dorf weg. 
Die aus rohen Brocken gefertigten Häuser bilden eine bizzare Kulisse, in der es sich lohnt, ein wenig herumzustöbern. Interessante Kaminformen, Mahlwerke, Becken zum Auspressen von Trauben, Zisternen und ähnliches mehr kann man hier entdecken.

Tipp: Wer nicht die ganze Aradenaschlucht durchwandern will, kann nach dem Dorf heruntersteigen, auf der anderen Schluchtseite wieder hinauf und über die Brücke zurück. 

Ouelle für den Text: Reiseführer Kreta, Eberhard Fohrer, ISBN 978-3-89953-453-5